Clyde Barrow live at the Element Lounge

Heute Abend ist es soweit, um 21.00 Uhr singt Clyde Barrow live in der Element Lounge in NYC. Taxi nach New York gibt’s hier. Die Lounge befindet sich im Hotel Element auf 9F.

Dresscode: semi-formal 😉

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NYC 2035

NYC 2035 Simpic

Die Sim ist ab sofort geöffnet! Taxi nach New York City gibt’s hier: Taxi

Um 20.30 Uhr findet eine geführte Tour mit Erläuterungen zu den unterschiedlichen Distrikten. Im Anschluss daran könnt ihr die Sim natürlich auf eigene Faust erkunden. Wir stehen Euch außerdem für alle noch offenen Fragen in der Lobby des Hotels Element zur Verfügung.

Weiterführende Infos gibt es natürlich auch im Blog:

https://nyc2035.wordpress.com/

In diesem Sinn: Viel Spaß beim Erkunden und viele spannende Roleplays!

Neuland: Teil 2

Weiter geht’s mit den möglichen Alternativen zu Rollenspiel in SL. Heute: Life is Feudal.

Life is Feudal ist ebenfalls ein Sandbox MMO, allerdings im Gegensatz  zu Revival bereits seit einigen Monaten in einer early access Variante anspielbar.

Es ist schwer zu erklären, was „Life is Feudal“ eigentlich genau ist. In der geplanten Sandbox-Welt sollen sich 10.000 Spieler gleichzeitig in einer offenen Spielwelt tummeln können.

Einen Überblick über die geplanten Features findet man auf:

Informationen gibt es bereits mehr als genug. Nachfolgend mein subjektiver Eindruck der early access Variante: Life is Feudal – Your Own.

Um das ganze mal anzutesten, haben wir uns einen Server gebastelt auf dem LIF:YO läuft. Die Spielwelt von LIF:YO ist lediglich 9 km² groß und bietet im Augenblick Platz für 14 Spieler (64 sind maximal möglich).

Wer das ganze testen möchte, kann Nea oder mich gerne anschreiben und wir liefern die Zugangsdaten zum Server.

Eine detaillierte Charaktererstellung ist im Augenblick nicht implementiert, soll aber bereits im Juni nachgeliefert werden.

Die Concept Art auf der offiziellen Website verrät aber schon, wohin die Reise ungefähr gehen soll.

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Wie man deutlich sieht, ist LIF in der dreckigen Welt des Mittelalters angesiedelt. Die Charaktere sind allerdings ziemlich weit entfernt von Rittern in glänzenden Rüstungen und Badewannen. Was ich gut finde. Passt natürlich auch zu Gor oder Game of Thrones. LIF:YO muss man übrigens kaufen. Entweder direkt auf der Website oder über Steam. Später erhält man dafür einen Char in der großen Spielwelt, bzw. darf seinen Char transferieren.

Nach dem Einloggen auf dem gewählten Server landet man in einem waldreichen Gebiet und ist erstmal leicht überfordert. Man trägt nicht mehr auf dem Leib als eine sack ähnliche Tunika. Die Grafik ist ganz OK, soll aber in der großen Version noch wesentlich besser werden. Die Steuerung ist ebenfalls gewöhnungsbedürftig, erscheint einem nach einiger Zeit durchaus logisch und angemessen.

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Wir sind gestern ein bisschen herumgelaufen, haben uns mit der Steuerung vertraut gemacht und die ersten „Dinge“ gesammelt. Alles was in der Spielwelt später vorkommen kann, wird und muss von den Spielern selbst erschaffen werden. Erinnert ein bisschen an G & S finde ich, ist aber wesentlich besser umgesetzt. Kleidung, Häuser, Nahrungsmittel, Städte und Burgen, und Waffen. Ja, es gibt eine Menge Waffen und demnach auch ein Kampfsystem. Haben wir aber noch nicht probiert. Wir sind noch beim Sammeln von Feuersteinen und Ästen, um uns einige primitive Werkzeuge zu erschaffen. Die Welt von LIF ist eine offene Welt, in der jeder gegen jeden (Open PVP und Full Loot) kämpfen kann oder Städte/Burgen mit Hilfe von Belagerungswaffen eingenommen werden können.

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Mein persönliches Fazit bzw. mein erster Eindruck:

LIF:YO bietet eine Menge Platz für Roleplay jeglicher Art – sofern man sich auf ein neues Spielkonzept einlässt. Im Gegensatz zum RP in Second Life, ist ein Schmied in LIF auch ein Schmied und erschafft etwas. Jedes Haus muss selbst erbaut werden, und man wird sich zusammenschließen müssen, um sein mühsam erschaffenes Eigentum zu schützen. Der Schmied wird sich vielleicht mit anderen zusammenschließen, in einem Dorf leben und arbeiten. Man wird gemeinsam auf die Jagd gehen. Der Schmied und seine Mit-Dörfler überfallen andere Dörfer, erobern sie und vergrößern ihren Einflussbereich. Vielleicht kommen sie irgendwann auf die Idee eine Burg zu bauen und das Dorf wird zur Stadt. Der Schmied schmiedet sich eine Rüstung und wird zum Heckenritter. Die Möglichkeiten sind unendlich. Soweit so gut, auf den Screenshots weiter unten erkennt man bereits, was alles erschaffen werden kann.

Das Erschaffen/Bauen von Gegenständen jeglicher Art kostet natürlich Zeit. Ob das ein Nachteil ist muss jeder selbst für sich entscheiden. In Second Life setzt man sich in die vorgefertigte Spielwelt der Simowner. Man kauft sich passende Klamotten und Ausstattungen in den Shops oder auf dem Marketplace. Ein Schmied kann den lieben langen Tag vor seiner Schmiede hocken und auf RP warten. In LIF + LIF:YO beginnt man bei Null.

Es macht jedenfalls Spaß und bei Gelegenheit werde ich hier Bilde und Berichte vom weiteren Vorankommen posten.

Natürlich hat LIF:YO noch seine Macken, es ist nichts anderes als eine sehr frühe Beta-Version eines ehrgeizigen Projekts. Die Ansätze sind vielversprechend und die Nachfrage groß. Nach Erscheinen der early access im September 2014 stand LIF wochenlang auf Platz 1 der Steam Verkaufscharts. In der Serverliste finden sich einige gut besuchte RP Server, auf denen bereits ganze Städte erschaffen wurden. Und seitdem hat sich einiges getan. Ein Veröffentlichungsdatum für die große Variante steht noch nicht fest (Anfang 2016 war im Gespräch); in der early access Version tut sich allerdings momentan einiges und die Neuerungen erscheinen Monatsweise.

Neuland: Teil 1

Vor einigen Tagen bzw. Wochen haben wir uns nach Alternativen zum Rollenspiel in SL umgesehen und sind gleich zweifach fündig geworden. Zum einen stolperten wir über Revival von Illfonic:

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Bei Revial handelt es sich um ein Storyline-orientiertes Sandbox MMORPG, dass seit Anfang 2015 schrittweise veröffentlicht wird. Auf der Website des Entwicklerteams kann man sich über das Spielkonzept informieren und die ersten Screenshots bewundern. Das Konzept unterscheidet sich deutlich von anderen MMO-Games und verspricht eine Menge Spaß für die Spieler, sofern es tatsächlich so umgesetzt werden kann wie angekündigt.

Angesiedelt ist Revival in einem düsteren Setting, dass nichts mit der sonst quietschbunten Welt der Fantasyspiele zu tun hat. Vielmehr erinnert das Setting an H.P. Lovecraft und soll später Horrorelemente mit Storyline-orientiertem RP verbinden. Klassen und Fraktionen wird es in Revival keine geben.

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In einem Interview erklärte der Kopf hinter dem Team von Illfonic, dass die Spieler in Revival in eine immersive und „lebendige“ Welt voller Entscheidungen und Konsequenzen eintauchen sollen, in der jede Entscheidung nicht nur Einfluss auf den Weg und die Entwicklung des Spielcharakters, sondern auch seiner Umwelt (NPCs, ganze Städte) haben kann.

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Und um noch eines obendrauf zu setzen, definiert Illfonic die Rolle der Gamemaster neu. Ein Haupt-Story-Team entwickelt große Teile der Geschichte und einzelne Gamemaster agieren direkt mit den Spielern oder mit Spielergruppen („Live-Storytelling“). Der gesamte Content wird sich ständig verändern und weiterentwickeln. Damit entfallen dann auch Quest- oder Monstergrinding im großen Stil. Quests wird es zwar weiterhin geben, allerdings baut man auch hier auf einige neue Konzepte und Ideen.

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Die Welt von Revival bietet den Spielern aber nicht nur individuelle Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten sowie unzählige RP-Möglichkeiten, sondern auch Open-PVP und einige Neuerungen, die es bisher noch in keinem MMO so gab. Revival soll übrigens Free to Play werden und sich über Housing und über einen Ingame-Shop finanzieren. Das Live-Storytelling durch ein Team von Gamemastern wird es allerdings nur auf den Premium-Servern geben.

So weit so gut. Klingt alles vielversprechend, was davon tatsächlich umsetzbar  und vor allem dauerhaft spielbar ist, wird man abwarten müssen. Die Screenshots machen jedenfalls Lust auf mehr. Vor einigen Wochen startete die Phase 1: Housing. 5000 Häuser wurden im Shop quasi als Founders Key angeboten (einige sind noch da). Der Client soll ebenfalls noch dieses Jahr veröffentlicht werden, das heißt die Spieler können sich dann frei in der Stadt bewegen. Die nächsten Phasen sollen dann schrittweise bis 2017 umgesetzt werden.

Hier nochmal der Link zur offiziellen Website: Revival

Teil 2 mit der Vorstellung einer weiteren möglichen (und bereits jetzt spielbaren) SL-Alternative (zumindest was Rollenspiel angeht) folgt in Kürze.

Eine schmerzhafte Erkenntnis

Diarium des Schriftgelehrten Cato, Kasra am Fayeen

Tag 5

Es ist zum verrückt werden, die Lage in der Stadt ist angespannt und es gibt nicht viel was ich im Augenblick tun kann. In mein Haus kann ich nicht mehr zurückkehren, auf der Straße ist es zu gefährlich geworden. Seit meiner Flucht aus dem Turm verberge ich mich hier unten im Keller und wage mich nur im Schutz der Nacht nach draußen. Vorräte sind knapp, aber noch hungere ich nicht. Die meisten Häuser in der Unterstadt wurden geplündert und alles wertvolle mitgenommen. Wenigstens einige einfache Kleidungs- und Möbelstücke sowie einige Decken konnte ich retten und nach unten schaffen. Mein größter Schatz ist eine Schatulle voller Quittungen und Belege, die ich im Haus eines Händlers fand. Die Rückseiten sind unbeschrieben. Nun kann ich wenigstens meine Aufzeichnungen fortsetzen.

Ich will der Reihe nach erzählen. Es sind schon einige Tage vergangen und was inzwischen geschehen ist, hat nicht nur meine kleine Welt auf den Kopf gestellt, sondern alles woran ich glaube und alles was mir jemals wichtig war.

Dabei wollte ich eigentlich nur in der Bibliothek nach dem Rechten sehen und einige sehr alte Schriftrollen vor dem Zugriff der Silbermasken retten. Dummerweise befindet sich die Bibliothek auf dem Palastgelände, ich musste also notgedrungen durchs Tor und an den Wachen vorbei. Die meisten Leichen waren bereits von der Straße verschwunden und eifrige Sklaven hatten das Blut von den Wegen geschrubbt. Der Regent allerdings baumelte noch immer am Torhaus, was mich zu einer Diskussion mit den Wachen verleitete. Ich bat sie den Mann abzunehmen, immerhin war er der letzte Regent von Kasra und ein Mann meiner Kaste. Ignatius, unser Kastenerster galt als verschollen, der Richter war nicht auffindbar, also sprach ich für die Kaste und bat um die Herausgabe des Leichnams. Es kam wie es kommen musste, und meine Gefährtin stieß zu uns. Bei ihrem Anblick flammte meine Wut wieder auf. Sie trug noch immer diese Maske und verbarg ihre Haare unter einem unförmigen und albernen Gebilde auf ihrem Kopf. Immerhin gestattete sie den Söldnern den Leichnam abzunehmen und der Kaste zu übergeben. Mein Wut wurde immer größer. Hier standen bewaffnete Männer und nahmen allen Ernstes Befehle von maskierten Frauen an.

Dummerweise trug ich noch immer das Brotmesser an meinem Gürtel und verstieß damit gegen eines der neuen Stadtgesetze. Der Söldner kassierte auf Anweisung der Masken mein offenbar immens furchterregendes Messer. Wahrscheinlich stand ich in diesem Moment schon nicht sonderlich gut da. Gerettet – jedenfalls für den Augenblick – hat mich nur das Auftauchen von Bo, dem Kommandanten von Belnend, der mit Blue an seiner Seite Kasra einen Besuch abstattete. Ich dankte den Priesterkönigen für ihr plötzliches Auftauchen und wurde mutiger. Bo war offenbar nach Kasra gekommen, um dem Regenten seine Aufwartung zu machen .. der nun knapp 3 Meter über ihm am Torhaus baumelte. Amira informierte Bo von den neuen Machtverhältnissen in Kasra und versprach ihm eine Audienz bei der Tatrix zu verschaffen. Weitere Rarii erschienen am Tor und gesellten sich zu den Söldnern, die sich erstaunlich ruhig verhielten. Offenbar hielt man Belnend für einen wichtigen Verbündeten und versuchte nun krampfhaft die Geschehnisse der letzten Tage zu erklären. Ich konnte es nicht fassen und fing an dazwischen zu reden. Bo musste die Wahrheit erfahren, er musste erfahren was in Kasra geschehen war. Und vor allem musste er die Stadt wieder verlassen und sein Wissen mit sich nehmen!

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Ich wurde immer lauter und immer zorniger. Amira drohte mir, die Söldner hatten ihre Hand bereits am Knauf ihrer Gladii, aber ich fühlte mich stark in diesem Augenblick. Sie würden es nicht wagen mich vor Bo festzunehmen. Sie wagten es auch nicht, aber einer der Rarii lotste Bo und Blue mit der Aussicht auf eine Audienz weg von mir. Plötzlich fand ich mich von Söldnern und Silbermasken umringt. Es war ausgerechnet Amira, die neue oberste Richterin von Kasra, die meine Vergehen aufzählte und mich festnehmen ließ. Das Tragen einer Waffe, Beleidigung der Tatrix und so weiter und so fort. Ich bekam die Nummer 27 und wurde zum Marktplatz geschleift. An den Pranger sollte ich, so hatte es meine Gefährtin entschieden. Ich wehrte mich so gut ich es vermochte, aber letztendlich bin ich nur ein Schreiber und Worte können gegen Stahl nur selten etwas ausrichten. Die Söldner nahmen mir meine Tunika und steckten mich in das Ungetüm aus Holz. Erst jetzt wurde mir das ganze Ausmaß meiner Schmach bewusst. Erneut wurde die Liste meiner „Verbrechen“ verkündet, auf dass ich jedem widerspenstigen Bürger von Kasra als mahnendes Beispiel diene. Da kniete stand ich nun also, halbnackt in einen Pranger gesperrt. Ein freier Mann, ein angesehener Schriftgelehrter – zur Schau gestellt wie ein Zirkustier. Eine der Silbermasken verlangte von mir, das Lied der Gerechtigkeit zu singen. Ich weigerte mich. Niemals würde auch nur ein Wort dieses unseligen und schmachvollen Liedes über meine Lippen kommen. Meinen Stolz würden sie mir nicht nehmen können. Was danach geschah erschütterte meinen Glauben bis ins Mark.

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Die Masken kreischten als ich mich weigerte; bestanden immer lautstarker auf dem Vorsingen des Liedes. Doch ich blieb standhaft. Dann fielen die Söldner mit ein und Amira musste ein Zeichen setzen. Sie schwang die Peitsche selbst. Anfangs dachte ich noch sie tat es um mich zu schonen. Doch dann spürte ich die Wut in ihren Schlägen und wurde eines Besseren belehrt. Fassungslos und schweigend ertrug ich die ersten Schläge, biss mir auf die Lippen bis ich mein eigenes Blut schmeckte. Doch dann wurde es zu viel und ich brüllte meinen Schmerz heraus. Ich brüllte und brüllte, und sie verlangten noch immer das ich ihnen das Lied vorsinge oder zumindest aufsage. Ich weiß nicht mehr was schlimmer für mich war. Der Schmerz der Hiebe, die Demütigung oder die Tatsache, dass es meine eigene Gefährtin war, die die Peitsche erbarmungslos immer wieder auf meinen Rücken herabsausen ließ. Ich blieb standhaft, aber es fiel mir mit jedem Hieb schwerer. Ich wollte das es aufhört, ich wollte das die Schmerzen aufhören. Und ich glaube ich war kurz davor umzukippen, alles zu verraten woran ich glaube, nur damit es endlich aufhört. Ich verlor das Bewusstsein, doch der nächste Schlag holte mich wieder in die grausame Realität zurück. Dann hörten die Schläge endlich auf. Besinnungslos und blutend hing ich im Pranger und ich vernahm nur undeutlich was gesprochen wurde. Es war mir auch gleich. Es war mir egal was mit mir geschehen würde. Amira befahl dem Söldner mir die Kehle durchzuschneiden. Berauscht von Macht und Adrenalin, wütend auf meine Unvernunft und Sturheit, sprach sie ihr Urteil wie über einen gemeinen Verbrecher. Es war mir gleich. Ich wollte nur noch das der Schmerz endlich nachließ, die Demütigung endete.. und Schlaf. Schlaf.. meine Lider wurden schwer und ich verlor mich schließlich in der Dunkelheit, die ich dankbar begrüsste. Was ich nicht ahnen konnte war, dass mir dieser Umstand das Leben rettete. Der Söldner stand schon bereit, zog meinen Kopf nach oben und setzte das Messer an meine Kehle. Und da war er, dieser kurze Moment des Zweifels, der genügte um meine Gefährtin auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen und den Rausch vorerst zu beenden.

Als ich erwachte fand ich mich in Ketten wieder. Allerdings nicht unten in den Verliesen von Kasra, sondern hoch über der Stadt im Turm über dem Palast. Mein Rücken brannte wie flüssiges Feuer und ich konnte mich kaum bewegen. Jede Bewegung erinnerte mich an die unzähligen Striemen und ließ jeden einzelnen Atemzug zu einer Qual werden.

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Amira.

Sie hatten mich also in ihr neues Gefängnis Zuhause bringen lassen. Meine Wut war sofort wieder präsent und war größer als jemals zuvor. Ich zerrte an den Fesseln und wäre da nicht dieser massive Haken in der Wand gewesen, ich hätte mich auf sie gestürzt und mit meinen eigenen Händen getötet. Sie nahm die Maske ab und ich sah Besorgnis in ihrem Blick. Diese verlogene und hinterlistige Schlange. Sie bot mir Wasser an, wollte meine Wunden versorgen. Doch ich weigerte mich, funkelte sie an und entzog mich ihren Berührungen. Sie war es die mir diese Wunden mit eigener Hand zugefügt hatte, sie war es die mich in Ketten hatte legen lassen. Sie war das Feuer an dem ich mich verbrannt, das Gift von dem ich einen Schluck zu viel getrunken hatte. Blanker Hass schlug ihr entgegen als sie sich mir näherte. Sie hatte mir alles genommen, sogar den letzten Rest Würde. Doch eine Waffe blieb mir noch. Ich kannte diese Frau. Ich kannte sie besser als jeder andere, jede ihrer Schwachstellen, ihre dunklen Geheimnisse und ihr Vergangenheit. Wie konnte sie nur so dumm sein mich hier hoch bringen zu lassen. Meine Worte waren wie kleine Dolche, trafen sie mal mehr, mal weniger schwer. Doch jedes einzelne Wort, jeder Satz den ich sprach, war wie ein kleiner blutender Stich. Einzeln gut auszuhalten, aber in der Masse nur noch schwer zu ertragen. Ich konnte zusehen wie ihre Fassade nach und nach Risse bekam, die immer tiefer und größer wurden. Doch wollte ich das? Wollte ich diese Frau, meine Gefährtin, wirklich zerstören? Uns verbanden so viele Jahre, so viele gemeinsame Erlebnisse.

Ich konnte es nicht. Noch nicht.

Bei allem was in den letzten Tagen geschehen war, war da noch immer etwas zwischen uns, etwas das wir beide nicht einfach verleugnen konnten.

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((Die Folgenden Zeilen sind geschwärzt, man kann nur noch einzelne Worte erkennen))

Flucht gelungen… zu gefährlich etwas nieder zu schreiben..

Unschuldige in Gefahr bringen..

Ich bin auf mich gestellt, aber ich bin frei und empfinde meine Freiheit.. mein Überleben als zweite Chance. In der Unterstadt gibt es viele leerstehende Häuser, aber ich entschied mich dagegen. Irgendwann würden die neuen Machthaber anfangen die Wohnungen neu zu verteilen und dort gibt es kaum Fluchtmöglichkeiten. Ich erinnerte mich an einen leerstehenden Kellerraum und wollte dort mein Glück versuchen. Der Keller lag nah bei den Stadtmauern auf der Flußseite der Stadt und war offenbar als Lager im Falle einer Belagerung angelegt worden. Ein feuchtes und dunkles Loch, aber für den Anfang mehr als ausreichend.

Seitdem sitze ich hier unten, warte bis Gras über die Sache gewachsen ist. Mein Bart ist mittlerweile zu einem dichten Gestrüpp geworden und ich sehne mich nach einem ausgiebigen Bad in den Thermen. Es ist beinahe ein wenig grotesk. Fast so wie kurz vor einem Brunnen zu verdursten. Der nächste Eingang zum Badehaus ist nur wenige Schritte von meinem Versteck entfernt. Ich wage es jedoch nicht, mich in der Öffentlichkeit zu zeigen. Noch nicht.

Natürlich flog meine Flucht auf und seitdem streifen Ausrufer und Wachen durch die Stadt. 2 Silber sind auf meinen Kopf ausgesetzt. Ein lächerlicher Preis wie ich finde. Mehr als 2 Silber bin ich also in den Augen meiner Gefährtin nicht wert? Sie weiß, dass ich nicht tatenlos mit ansehen werde, was meinem Heimstein angetan wird. Und ich weiß, dass Amira den Kelch der Macht bis zum Ende trinken muss. Ich bin mir nur in einem sicher: ich werde sie wiedersehen – so oder so!  Es gibt für sie zwei Wege: Den Kelch der Macht leeren und einen Pfad der Erkenntnis einschlagen, oder den Pfad ins Verderben weiter gehen. Auf einem dieser Wege werden wir uns wieder begegnen.

Ich nutze die Zeit um Nachzudenken und einen Weg aus diesem Dilemma zu finden. Vielleicht sollte ich mich als Söldner verdingen. Ein paar Tage noch und niemand würde in der abgerissenen und dreckigen Gestalt Cato den Schriftgelehrten erkennen. Jedenfalls nicht auf Anhieb. Aber diese Tarnung würde nicht lange standhalten. Das Schwert liegt nicht so leicht in meiner Hand wie eine Feder. Oder aber.. ich gehe ein Wagnis ein. Die Menschen glauben nur allzu gerne das, was sie zu sehen glauben und sehen möchten. Ein Plan nimmt allmählich Gestalt an.

Meine letzte Kerze flackert nur noch schwach und wird jeden Augenblick verlöschen. Es ist Zeit sich hinauszuwagen und einige Vorbereitungen zu treffen.

Hinter den Masken – Tag 1

Diarium des Schriftgelehrten Cato, Kasra am Fayeen

 TAG 1 

Ich schäume vor Wut, bin vollkommen außer mir und fassungslos. Ja, fassungslos über das was in Kasra geschehen ist. Die Weiber sind allesamt verrückt geworden. Vollkommen übergeschnappt. Einfangen sollte man sie, ihnen einen Kragen umlegen und verkaufen. Allesamt. Sogar meine Gefährtin. Die an erster Stelle! Und die Palen. Ich fasse es nicht. Sie sind außer Rand und Band. Ich schreibe nieder was ich sehe und erlebe. Als Zeugnis für alle die uns nachfolgen, die aufbegehren gegen die Herrschaft der Frauen in Kasra.

Als ich gestern Morgen aufstand wusste ich bereits, dass es kein guter Tag werden würde. Zuviel Paga am Abend zuvor im Feuerkrug. Dabei trinke ich eigentlich keinen Paga. Aber Amira war der Ansicht, der Ka La Na im Feuerkrug sei viel zu teuer und von minderwertiger Qualität. Also blieb ich beim Paga, um die Haushaltskasse zu schonen. Ich quäle mich also aus dem Bett und rieche Rauch. An und für sich nichts ungewöhnliches. Wenn der Wind ungünstig steht, trägt er oft die Gerüche der Räucherkammern am Fluss oder von der Schmiede nach oben in die Stadt. Aber heute Morgen roch der Rauch beißender. Auf dem Balkon kann ich es sehen. Die Mauern des Palastes leuchten in einem eigentümlichen flackernden Orange. Dicke Rauchschwaden hängen über der Stadt. Das Tor ist unten und irgendwas scheint am Torbogen zu baumeln. Mein Instinkt sagt mir, dass irgendetwas ganz und gar nicht stimmt, irgendetwas faul ist in Kasra.

Natürlich gilt die erste Sorge meiner Gefährtin.

„Amira“ rufe ich nach unten „es brennt oben am Palast.“

Keine Antwort. Dabei ist sie normalerweise lange vor mir wach.

Barfuß tapse ich nach unten. Alles leer. Ihr Schreibtisch unbenutzt und in der Küche brennt noch nicht einmal das Herdfeuer.

Erst jetzt fällt mir auf, wie dunkel es draußen noch ist. Was hat mich mitten in der Nacht aufgeweckt und wo ist meine Gefährtin?  Warum ist es auf den Straßen so still? Sollte man nicht aufgeregte Stimmen hören? Oder die Stadtwache, die versucht das Feuer zu löschen? Langsam aber sicher macht sich Besorgnis breit. Ich muss in die Stadt und Amira suchen. Herausfinden was es mit dem Feuer auf sich hat und was in der Stadt vor sich geht. Ich eile nach oben. Nackt wie ich bin kann ich kaum aus dem Haus. Keine Tunika liegt bereit und ich fluche leise. Normalerweise legt Amira nach dem Aufstehen alles für mich bereit. Ich weiß nicht mal in welcher Truhe sie die Kleidung aufbewahrt. Also reiße ich jede Kiste, jeden Schrank auf, bis ich das gewünschte finde. Ich bin kaum angezogen, als ich unten im Hof die Tür höre – und gleich darauf Amiras Stimme!

Wieder eile ich nach unten, nehme zwei Stufen auf einmal so erleichtert bin ich – und erstarre mitten in der Bewegung.

Vor mir steht eine Frau. Ich kenne ihre Statur, ich kenne ihre dunklen Haare. Jede einzelne Strähne davon. Die Frau, die ich so gut zu kennen glaube, trägt eine silberne Robe, einen dunklen Umhang und eine Maske aus Silber. Ich starre sie an, fassungslos und verwirrt. Was geht hier vor sich? Was soll diese Scharade.

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„Cato“ höre ich sie sagen.

Ich kenne die Stimme, die nun dumpf klingt hinter der Maske.

Du musst mir zuhören, die Stadt ist gefallen. Kasra ist gefallen und wird nun von uns regiert. Wir Frauen sind frei, und die Tatrix wird Kasra wieder zu neuem Ruhm führen. Hör mir zu Cato, ich kann Dich schützen. Aber du musst tun was ich Dir sage. Ich bin nun die oberste Richterin der Stadt, bitte vertrau mir und dir wird nichts geschehen.“

Fassungslos höre ich zu und schnappe nach Luft.

Tatrix? Was für eine Tatrix denn?

Amira redet immer weiter und ich traue meinen Ohren nicht. Was redet sie da? Das ist nicht meine Gefährtin, irgendjemand muss sie total verdreht haben. Ich versuche es mit gut zureden, mit Bitten, dann mit Drohungen. Aber sie bleibt hart. Redet davon, dass nun ihre Ahn gekommen sei. Jahrelang habe sie mich unterstützt, und da sei es wohl kaum zu viel verlangt, wenn ich nun sie ein wenig unterstützen würde. Sie ist vollkommen übergeschnappt. Ich versuche ihr die Maske vom Gesicht zu reißen und sie schreit. Die Tür zum Hof wird aufgestoßen und zwei Soldaten stürmen herein. Bedrohen mich mit dem Gladius. Ich starre die beiden Krieger an, es sind keine Wachen der Stadt. Unbekannte Farben und ein blutrotes Abzeichen auf dem Wams. Söldner! Wie zur Hölle kamen Söldner in die Stadt? In meinem Kopf überschlagen sich die Gedanken. Die beiden Hünen stehen vor mir und halten mir ihre Schwerter unter die Nase. Amira hält sie zurück. Schickt sie wieder zurück zum Tor und jetzt endlich nimmt sie ihre Maske ab. Sie ist bleich und sieht mit aus blutunterlaufenen Augen an. Was ist mit meiner Gefährtin geschehen?

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Sie faselt davon, dass der Regent aufgeknüpft am Tor hängt. Kasra von einer Tatrix regiert wird und alle Männer sich zu fügen hätten. Sichtlich schockiert höre ich zu, und erst jetzt realisiere ich, dass Amira die Wahrheit spricht. Ich werde wütend und schreie sie an. Eine Stadt nimmt man nicht über Nacht. So etwas will sorgfältig geplant sein. Die dämlichen Masken haben sie natürlich aus Tharna übernommen. Diese bescheuerten Weiber. Dabei gibt es in Kasra nicht mal sonderlich viel Silber. Sie hätten sich besser rotes Salz ins Gesicht gekleistert. Ich schäume vor Wut und überlege fieberhaft, was ich tun kann. An den Wachen komme ich nicht vorbei. Die Fenster im Haus sind vergittert. Amira steht ruhig da und starrt mich an. Wahrscheinlich hat sie mir die ganze Zeit die fügsame Gefährtin vorgespielt, während sie sich hinter meinem Rücken mit Nasty und den anderen machtgeilen Weibern gegen uns Männer verschworen hat. Und ich Idiot habe sie beschützt. Jahrelang! Was habe ich ihr nicht alles durchgehen lassen, wie oft habe ich nicht nur eins sondern beide Augen zugedrückt. Und nun fällt sie mir in den Rücken und verlangt GEHORSAM – VON MIR!! Von mir!!!! Schließlich verlässt sie mein Haus. Die beiden Wachfifis folgen ihr wie dumme kleine Jungs und ich sehe ihnen fassungslos nach. Söldner sollen das sein? Waschweiber sind es, die einem Haufen halbnackter und närrischer Weiber in albernen Masken hinterherlaufen. Wahrscheinlich träumen diese idiotischen Söldner davon eine Tatrix flach zu legen. Oder besser von einer flach gelegt zu werden.

Ich träume gerade davon eine zu versklaven! Und mit ihr meine Gefährtin, und alle Weiber die sich hinter einer Maske verstecken.

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Natürlich war sie so schlau das Schwert meines Vaters mitzunehmen. Ich ahnungsloser Trottel habe es nicht einmal bemerkt. Es lag immer tief unten in einer Kiste und jetzt wo ich es brauche ist es weg. Also bewaffne ich mich mit einem Messer aus der Küche bevor ich das Haus verlasse. Es riecht immer noch nach Rauch.. und nach Tod. Kaum das ich die Straße erreiche, sehe ich schon die ersten Leichen. Erschlagene Stadtwachen, deren Blut das Pflaster rot getränkt hat. In den Bäumen hängen einige halbnackte Männer. Ich erkenne einen Händler. Letzte Woche habe ich noch Rencepapier von ihm gekauft. Je näher ich dem Palast komme, desto höher türmen sich die Leichenberge. Überall Blut und an jeder Ecke stehen grimmig dreinblickende Söldner. Vor dem Torhaus treffe ich noch einige andere Überlebende. Verängstigte Bürger und einige Heimsteinfremde. Alle Stadttore wurden geschlossen, keiner kommt mehr hinaus. Am Torhaus oben baumelt der Regent.

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Ein Händler aus Grünfels steht neben mir. Er hat einige Waffen bei sich und kann genau so wenig glauben oder verstehen was gerade passiert.  Immer mehr Überlebende trauen sich auf die Straße. Darunter sind einige bekannte Gesichter und viele Heimsteinfremde. Einige faseln von Odin. Nordleute also. Na hervorragend, die finden das sicher super was im Süden so abgeht. Odin wird ihnen nun auch nicht mehr helfen. Sie sitzen genauso in der Falle wie alle anderen hier. Die Söldner treiben uns Richtung Palast, vorbei an den vielen Toten, an den Feuern die überall brennen. Vor dem Palast lodert das größte. Ich erkenne einige der schönen Ratsstühle und Tische, Schriftrollen, Aufzeichnungen. Sie verbrennen alles was an das alte Kasra erinnert.

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Unsanft stößt man uns in den großen Saal hinein und ich trauen meinen Augen nicht. Oben auf dem Thron sitzt eine Gestalt mit einer goldenen Maske. Die Söldner sorgen für Ruhe im Saal, dann fängt die Gestalt an zu sprechen. Ich kenne ihre Stimme. Es ist Nasty, dieses närrische, macht verliebte Weib.

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Und neben ihr stehen noch einige anderen Frauen, alle mit silbernen Roben und Masken im Gesicht. Ich erkenne Amira, ich würde sie unter Tausenden erkennen. Die Tatrix von Kasra spricht zu uns, den Überlebenden und ihren „Untertanen“. Sie faselt vom alten Glanz und neuem Ruhm. Von einer neuen Ordnung, da die alte versagt habe. Und übergibt das Wort an die oberste Richterin. Ich höre Apollon nach Luft schnappen. Der dicke Richter wurde ebenso entmachtet wie alle anderen. Amira verliest eine Reihe von neuen „Gesetzen“ und Unruhe macht sich breit im Saal. Die Söldner sorgen für Ordnung, knüppeln den ein oder anderen Unruhestifter brutal nieder. Die Gesetze sind ein Witz, die Verfassung von Kasra ist außer Kraft. Alle Frauen müssen Silbermasken tragen, und sie übernehmen ab sofort die Führung der Familien UND der Kasten. Niemand darf die Stadt ohne Passierschein verlassen, und jedem Reisenden der sich länger als 4 Ahn innerhalb der Stadtmauern aufhält droht die Versklavung. Alle Waffen sind abzugeben und sind nur noch den Söldnern gestattet. Der Feuerkrug und die Pagatavernen der Stadt werden geschlossen, Kajirae müssen sich verhüllen, um die tierische Natur des Mannes nicht herauszufordern. Ich muss laut lachen. Immerhin hat Amira meine tierische Natur immer sehr geschätzt und das brülle ich ihr auch entgegen. Diese verdammte Schlampe! Ich balle meine Hände zu Fäusten und es ist mir Scheißegal, ob sie mich neben dem Regenten aufknüpfen.

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Ein Dolch an meiner Kehle bringt mich wieder zur Vernunft. Die Söldner fackeln nicht lange, und das erste Mal verspüre ich nackte Angst. Und Panik. Ich verstumme sofort und sehe zu Boden. Ich will nicht so enden, ich will nicht aufgeknüpft oder aufgespießt werden. Ich bin kein Held, ich bin nur ein Schriftgelehrter mit einem in der Tunika verborgenen Brotmesser. Der Händler aus Grünfels drängt sich durch die Menge zu mir. Er legt mir die Hand auf die Schulter und ich beruhige mich. Kämpfe die aufsteigende Panik nieder.

Dann ist es vorbei, wir werden aus dem Palastsaal getrieben und die Söldner lösen die Versammlung auf. Wir stolpern vorbei an den vielen Toten. Das Wasser im Becken ist rot von ihrem Blut. Ich biete dem Händler aus Grünfels einen Platz in meinem Haus an. Er sitzt hier genauso fest wie alle Bürger und jeder Verbündete kommt nun recht. Gemeinsam laufen wir zurück zum Haus, vorbei am Tempel. Wenigstens dort haben die Söldner nicht gewütet. Im Haus angekommen beraten wir uns, überlegen was zu tun sei. Rynarion, so der Name des Händlers, wird sich in der Stadt umhören. Ich gehe davon aus, dass man mich und alle anderen überlebenden Stadtbeamten besonders aufmerksam beobachten wird. Rynarion hingegen ist ein Unbekannter für sie, einer der eben zufällig in Kasra festsitzt. Und er ist bereit das Risiko einzugehen. Wir sprechen nicht darüber, aber wir wissen was uns blüht, sollten sie uns erwischen.

Wir werden Widerstand leisten, wir werden diese wahnsinnigen Furien in ihren goldenen und silbernen Masken stürzen. Das schwöre ich bei den Priesterkönigen, bei meinem Leben und bei meinem Blut.

Cato

Alles auf Anfang

Vorab eine kurze Info zum Blog

Wie einige bereits bemerkt haben (Danke fürs Verlinken) hat mein Blog eine neue Adresse. Zukünftig sind Geschichten mit explizitem sexuellen Inhalt durch ein Passwort geschützt. Wer diese Beiträge lesen möchte, kann sich jederzeit gerne Inworld (Beric01 Resident) oder per Email (catolisicious@gmail.com) an mich wenden.

Alles auf Anfang

Es war kein Tag wie jeder andere in Kasra. Schon am frühen Morgen konnte man das rege Treiben auf dem Basar bis hoch in die Stadt hören. Amira war wie üblich schon längst wach und saß wahrscheinlich im Erdgeschoss des Hauses über einigen alten Schriften. Mit einem leisen Seufzer verließ Cato das leere Bett und trat hinaus auf den Balkon. Die kühle Morgenluft vertrieb den letzten Rest Schläfrigkeit und außerdem war die Aussicht von hier oben unbezahlbar. Die goldene Kuppel des Tempels glänzte im Sonnenlicht und aus den Gärten erklang das muntere Gezwitscher der Vögel. Cato ließ seinen Blick über die mächtigen Mauern des Palastkomplexes wandern. Über dem Turm kreiste ein Tarn und stieß einen markerschütternden Schrei aus. Von hier unten konnte man den Reiter auf seinem Rücken kaum erkennen. Das Tor zum Palastkomplex war bereits offen. Jeden Morgen vor Sonnenaufgang zogen die Wachen das schwere Gitter nach oben und ließen es erst nach Sonnenuntergang wieder nach unten. Kasra war eine offene und friedliche Stadt, eine Stadt die vom Handel lebte, und von den Karawanen in und von der Tahari. Der Palastkomplex mit seinen Schreibstuben und Stadtbeamten stand allen Bürgern und Besuchern offen. Nur das Areal der roten Kaste und der trotzige Kriegerturm waren von einer weiteren Mauer geschützt.

Nach einer Weile riss Cato sich los und ging nach unten. Amira erwartete ihn bereits im Garten des Innenhofs mit dem Frühstück. Oder zumindest das, was man in Kasra darunter verstand. Cato bevorzugte Eier zum Frühstück, ein ordentliches Stück Speck dazu und frischgebackenes Brot. Hier ins Kasra frühstückte man zwar spät, aber bei weitem nicht so reichhaltig wie Cato es gewohnt war. Es gab frisches Obst, Käse, Joghurt, manchmal kalten Reis mit getrockneten Weintrauben, und Fladenbrot. So nannte man das hier zumindest. Amira hatte eine ganze Weile gebraucht, um Cato von der Harmlosigkeit eines Brotes zu überzeugen, dass in seiner Form einem der kreisrunden Boskfladen denen man ab und an auf der Straße ausweichen musste verdächtig ähnlich sah.

Gaukler waren in der Stadt, wie Amira zu berichten wussten. Außerdem war eine große Karawane angekommen, deren Händler auf dem Markt einige ihrer Waren anbieten würden. Da keine dringenden Aufgaben oder gar eine Ratssitzung anstanden, beschlossen sie den Tag auf dem Markt zu verbringen und sich später die Vorführung der Gaukler anzusehen. Cato hatte immer noch die Hoffnung eines Tages einen Kaufmann aus der Voskregion zu finden. Er vermisste die Delikatessen seiner ehemaligen Heimat. Den gepökelten Speck der Bauern, den würzigen Käse und vor allem frisch geerntete Voskschnecken. Die aus Turmus waren am besten. Kurz vor dem Delta sammelte sich immer mehr Schlamm im Vosk, so dass die Schnecken prächtig gediehen und man sie nur noch von den eigens für sie aufgestellten Holzpfosten abpflücken musste. In Butter gebraten, mit etwas Tospit und frischen Kräutern schmeckten sie einfach unvergleichlich.

Cato traute seinen Augen nicht, als er die Menschenmassen auf dem Markt erblickte. Das Geschrei der Händler, das laute Feilschen und Handeln und das emsige Treiben der Marktbesucher erfüllte die Luft mit einem Summen und Brummen wie in einem Bienenschwarm. Und alle strömten auf den Feuerkrug zu. Offenbar gab es in Kasra einen gesteigerten Bedarf an Zerstreuung und Unterhaltung. Fluchend schoben sie sich durch das Gedränge. Cato hatte Angst seine Gefährtin und seinen Geldbeutel zu verlieren. Nach selbiger sah er sich immer wieder suchend um und packte sie kurzerhand am Arm, um sie hinter sich herzuziehen. Nicht sonderlich Gentlemen-like, aber immerhin effektiv. Es waren viele Fremde in der Stadt, und einigen von ihnen hätte man die Verschlagenheit auch noch in einem Sandsturm ansehen können.

Endlich lag der Feuerkrug vor ihnen. Im Garten zwischen Schenke und Herberge standen nur wenige Menschen und Cato steuerte mit Amira an seiner Hand zielstrebig auf diese kleine Oase der Ruhe zu. Von hier aus konnte man bequem in den Feuerkrug gelangen, ohne sich durch die schmale Gasse zum eigentlichen Eingang kämpfen zu müssen. Der Feuerkrug füllte sich schnell.

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Kajirae eilten zwischen den Bürgern und Gästen hin und her. Servierten Paga, Ka La Na und dampfende Schalen voller Fischsuppe. Immerhin gelang es ihnen einen der Sitzplätze in der Ecke zu ergattern. Von dort aus hatte man einen guten Blick auf den Einfang und später auch auf die Vorführung selbst. Die ehemalige Regentin Kasras war eine der letzten die eintraf und etwas besorgt musterte Cato die stetig wachsende Schar ihrer Leibwächter. Noch bevor er weiter darüber nachdenken konnte, trafen die Gaukler ein. Spielleute und eine Schaustellerin, die Cato entfernt bekannt vorkam. Außerdem eine Tanzkajira mit feuerrotem Haar. Die Gauklerin verstand es das Publikum zu unterhalten. Wirbelte zuerst Bälle, dann Messer durch die Luft. Gegen Ende ihrer Darbietung spie sie sogar Feuer. Kurzum, es war eine durchaus gelungene Unterhaltung und der Absatz an Getränken im Feuerkrug stieg im gleichen Maß wie die Stimmung.

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Dann setzten die Instrumente der Spielleute ein. Laute Trommeln erklangen und gaben eine unwiderstehlichen Rhythmus vor. Die Kajira, die bisher nur unbeweglich neben der Gauklerin gestanden hatte, fing an sich zum Rhythmus der peitschenden Trommelschläge zu bewegen. Sie verbog ihren geschmeidigen Körper verführerisch und die ersten Rufe erklangen. Die Gauklerin begann ihre Geschichte zu erzählen, und die Kajira tanzte, als ob es um ihr Leben ginge. Mit ihrem Tanz setzte die Geschichte für jeden im Feuerkrug, ob alt oder jung, ob von hoher oder niederer Kaste, belesen oder nicht, in ein lebendiges Bild um. Sie erzählte von Tharna, einer großen Stadt weit entfernt von Kasra. Einer farbenfrohen Stadt voller Leben. Tharna, das wusste jedes Kind, war eine reiche Stadt. In den umliegenden Hügeln und Bergen gab es reichlich Silber und die Bürger von Tharna verstanden sich darauf das Silber zu fördern und meisterlich zu verarbeiten. Aber Tharna hatte auch eine dunkle Seite, und davon handelte die Geschichte der Gauklerin.

Es begab sich vor langer Zeit, dass die Frauen in Tharna der Herrschaft der Männer überdrüssig wurden. Nach und nach übernahmen sie die Kontrolle über die Stadt. Es dauerte mehrere Jahre, aber eines Tages war es um Tharna geschehen. Die Stadt wurde von einer Tatrix mit einer goldenen Maske regiert. Ihr zur Seite standen die Silbermasken, die ihrer Herrscherin an Grausamkeit in nichts nach standen. Über Jahre hinweg hatten sich die Frauen nach und nach vom Joch der männlichen Vorherrschaft befreit und nun.. so schworen sie sich .. würden sie ihren Peinigern all die erlittenen Demütigungen heimzahlen. Die Männer durften ihre Kastenfarben nicht mehr voller Stolz tragen, sondern nur noch als kleines Band an einer sonst einheitlich grauen Tunika. Es gab keine Freude und nur wenig Leben in der Stadt. Die meisten Tavernen wurden geschlossen, die Sklavinnen aus der Stadt und auf die Felder verbannt. Musik war ebenso verboten, wie Schauspiel oder Kaissa. Die Männer sollten ihrer Arbeit nachgehen, den Frauen dienen und ansonsten keine Freude mehr verspüren. Tharna war zu einer düsteren Stadt geworden, einer Stadt ohne Lachen und Musik. Reisende, die sich länger als 20 Ahn in der Stadt aufhielten wurden versklavt und in die Minen oder die Arenen der Stadt gebracht. Tapfere Männer starben dort zu Tausenden, all das zum Ruhme der Tatrix Lara von Tharna und ihrer getreuen Silbermasken. Jeder Widerstand wurde im Keim erstickt, und jeder der offen gegen die Tatrix sprach fand sich alsbald in einem dunklen Verlies oder den Silberminen wieder. Tharna war zu einer Stadt der Frauen geworden, einer Stadt ohne Stolz und Ehre, in der die Männer fast schon vergessen hatten, wie es eigentlich hätte sein sollen.

Die Kajira der Gauklerin tanzte die Geschichte von Tharna mit solcher Inbrunst, dass manch einem Mann im Feuerkrug ein Schauer über den Rücken lief. Als sie sich eine Silbermaske über ihr Gesicht streifte drohte die Stimmung sogar zu kippen. Doch die Gauklerin verstand es ihr Publikum zu bändigen und setzte die Geschichte fort. Ein Mann kann im die Stadt, ein Krieger aus Ko Ro Ba.. er besuchte Tharna und er widersetzte sich. Er vermochte, was keinem Mann in Tharna vorher gelungen war. Und es war dieser Krieger, der die Männer von Tharna aufweckte, sie von ihrer Totenstarre erlöste und ihnen die Ehre zurückgab. Am Ende triumphierte der Rarius aus Ko Ro Ba über Lara die Goldene und ihre Silbermasken und seitdem war dort alles wieder so wie es sein sollte.

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Ein Raunen ging durchs Publikum. Einige Männer atmeten erleichtert aus, andere starrten grimmig auf den Boden. Niemals, niemals wieder durfte sich wiederholen was in Tharna geschehen war. Das schwor sich manch Gast im Feuerkrug mit geballter Faust.

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Catos Blick blieb an Nasty hängen. Die Regentin wirkte abwesend, beinahe ein wenig melancholisch. Vielleicht erinnerte sich gerade an ihre langjährige Herrschaft über Kasra. Sie, die man die Sonne Kasras genannt hatte, war nun nichts weiter als eine Bürgerin der Stadt. Eine unter vielen. Es musste schwer für sie sein, dies zu akzeptieren. Nachdenklich lauschte Cato dem Rest der Geschichte. Die Kajira hatte sich vollkommen verausgabt und lag schweißüberströmt und schwer atmend auf dem Boden. Niemand wusste genau, ob diese Geschichte tatsächlich stimmte, oder ob man sie irgendwann vor langer Zeit als Warnung für alle Frauen aufgeschrieben hatte. Als Schriftgelehrter wusste Cato allerdings nur zu gut, dass in jeder noch so absurden Geschichte auch ein kleiner Kern Wahrheit steckte.

Nach dem gestrigen gelungenen Auftakt zur RP-Sequenz „Nastys Traum“ legt sich ab heute der Schleier der Nacht über Kasra und Nasty beginnt zu träumen. Jeder, der sich von nun ab in Kasra befindet oder nach Kasra reist, betritt Morpheus‘ Reich und wird zum Teil des Traums.

Für alle Interessierten gibt es am Landepunkt ausreichend Informationen und kostenlose Meshtuniken in einheitlichem Grau. Für Rückfragen stehen Euch die Spielleiter Nasty, Adriane, Nea und meine Wenigkeit gerne zur Verfügung. Bitte lest vorher in den FAQ nach, dort sollten schon viele Fragen beantwortet sein.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein spannendes, stressfreies und überraschendes RP-Erlebnis in Kasra. Zum Schiff nach Kasra geht es hier.

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Geschützt: 4-HOUR STORIES – Die Versteigerung (Teil 2)

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4-HOUR STORIES: Die Versteigerung (Teil 1)

Endlich lag die Oase vor ihnen. Ein heißer Wüstenwind ließ die Luft erzittern und verzerrte das vor ihnen liegende Bild zu einem unscharfen Flirren. Doch es war keine Fata Morgana, kein Trugbild, sondern eine nun sehr reale Verheißung von schattigen Palmen, zuckersüßen Datteln –  und Wasser. Die Reiter trieben ihre Kamele zur Eile an und die Tiere verfielen bald darauf in einen gemächlichen Galopp. Auch sie sehnten sich nach einer langen und entbehrungsreichen Reise nach Sicherheit und Wasser.

Die Oase war umgeben von einer kleinen Stadt aus Zelten. Unzählige Banner wehten im Wind und je näher die Reiter kamen, desto geschäftiger wurde das Treiben. Es war keine große Oase, aber sie lag an der Kreuzung von zwei bedeutenden Handelsrouten. Die Brunnen führten seit Jahrhunderten gutes und kühles Wasser und im Lauf der Zeit entstand dort ein geschäftiger Handelsplatz.

Neben einem der ältesten Brunnen standen einige Gebäude aus Stein, errichtet von Händlern, deren Namen längst vergessen waren. Dort fand der Handel mit Waren aller Art statt. Seide und Gewürze aus Asien, Teppiche aus Persien, Edelsteine aus den Minen am Oxus und Pferde aus Arabien. Manchmal auch Sklaven und andere Dinge. Auch die Beduinen nutzten die Oase als Versammlungsort. Sie lagerten in den Zelten rund um die Oase, boten ihre Waren an, kauften und verkauften. Die Stämme führten oft Krieg untereinander, aber in der Oase herrschte schon immer das Gebot des Friedens.

Die Karawane erreichte die sichere Oase kurz vor dem Sonnenuntergang. Waren wurden entladen und in die Lagerhäuser geschafft, die Tiere getränkt, Zelte errichtet und die ersten Lagerfeuer entzündet. Abbas, der Sklavenhändler, brachte an diesem Tag eine besondere Ware in die Oase. Eine Ware, die ihn zu einem reichen Mann machen würde. Eine Engländerin.

Er hatte sie vor einigen Wochen auf einem Sklavenmarkt an der Küste gekauft. Piraten hatten das Schiff auf der Route von Indien nach England im Arabischen Meer aufgebracht und neben diversen Handelsgütern auch einige Frauen erbeutet. Sie verlangten einen stolzen Preis, aber Abbas beschloss das Risiko einzugehen und eine der Frauen zu kaufen. Er entschied sich für eine dunkelhaarige, allerdings mit einer Haut so dünn wie Porzellan und weiß wie Milch. Die Piraten versicherten ihm, dass niemand die Frauen angerührt hätte. Man hatte die Frauen an Deck begutachtet und dann nach unten gebracht. Der Kapitän war sich des Werts dieser Frauen durchaus bewusst, und achtete sorgsam darauf, dass nichts und niemand den Wert seiner Fracht verminderte. Erst im Hafen holte man sie aus ihrem stickigen Gefängnis unter Deck und brachte sie in ein Sklavenhaus.

Die Frauen wurden getrennt und nacheinander in einen Raum geholt. Ein dunkelhäutiger Sklave entkleidete sie und schob sie durch einen Vorhang in einen weiteren Raum. Dort wurden sie von einem Bediensteten des Sklavenhändlers vermessen, gewogen, und auf ihre Jungfräulichkeit “untersucht” und der Händler selbst vermerkte alles fein säuberlich in einem großen Buch. Schließlich verdiente er an jedem Verkauf mit. Danach gab man den Frauen ihre Unterkleider zurück, sperrte jede für sich in eine Zelle wo sie Wasser und Seife zum Waschen und etwas Essen vorfanden.

Ada war eine dieser Frauen. 23 Jahre jung und auf Heimweg von Indien nach England, wo ihr Mann als Offizier der Krone stationiert worden war. Die Prozedur war erniedrigend. Fremde Männer die sie gierig begafften, begutachteten und ihren Wert taxierten. Sie verstand die Sprache nicht, aber es war klar, welches Schicksal sie und die anderen Frauen erwartete. Der Verkauf wurde schnell abgewickelt. In der Hafenstadt waren exotische Sklaven aus Ost und West schon längst keine Seltenheit mehr. Die Käufer gingen an den offenen Zellen vorbei, begutachteten die Frauen und gaben dann ihre Gebote beim Zwischenhändler ab. Abbas zahlte den stolzen Preis von 10 Golddinar für Ada und schon eine Stunde später händigte man ihm die vollkommen verängstigte Frau aus.

Am nächsten Tag schloss er sich einer großen Karawane an, die ihn und seine kostbare Fracht tief in die Wüste bringen würde. Abbas hüllte die Engländerin in eines der traditionellen Gewänder und setzte sie mit gefesselten Händen auf ein Kamel. Das Gewand würde sie vor den Blicken der Mitreisenden und vor allem der brennenden Sonne schützen. Die Reise dauerte einige Wochen. Zeit genug um Ada einige Brocken der Sprache beizubringen und etwas mehr über ihre Vergangenheit herauszufinden. Abbas wusste genau, wo er den höchsten Wert für sie erzielen konnte. In der Wüste, bei den Beduinen und den Stammesfürsten, dort wo man nur selten eine weiße Frau zu Gesicht bekam und dort, wo das Gold noch in Strömen floss.

Als sie Oase endlich erreichten, brachte Abbas die Engländerin in eines der Steingebäude. Er mietete eine der Zellen und zwei Wächter, dann machte er sich auf in die Lager der Beduinen um seine Ware anzupreisen. Er hatte Glück, großes Glück sogar. Haashim war am gleichen Tag in die Oase gekommen. Er galt als Fürst des größten Stammes, 2000 Reiter folgten ihm. Sein Sitz lag einige Tagesreisen entfernt im Osten, eine Stadt mit Steingebäuden und fruchtbarem Land am Ufer eines Flusses. Dort hatten sich seine Vorfahren vor 100 Jahren niedergelassen und waren von Nomaden zu sesshaften Kriegern und Händlern geworden. Haashim war nicht nur mächtig, sondern man sagte ihm auch einen sagenhaften Reichtum nach. In die Oase war er gekommen, um an Beratungen mit einigen Stammesführern teilzunehmen und um Pferde zu kaufen. Abbas hatte keine Pferde anzubieten, aber er hatte vor, ihm die Engländerin zu verkaufen und durch sie zu einem reichen Mann zu werden.

Er traf Haashim nicht persönlich, aber einen seiner engsten Vertrauten. Ihm schilderte er die Engländerin, ihre milchweiße Haut und ihre exotische Schönheit. Abbas war nicht dumm, er  vertraute auf Haashims Neugier und vor allem seine Eitelkeit. Schließlich konnte keiner der anderen Fürsten eine derartige Sklavin sein eigen nennen. Er würde kommen, dessen war Abbas sich sicher. Vorsichtshalber sprach er noch bei einigen anderen, unbedeutenderen Stammesführern vor und erzählte überall im Lager von der Engländerin, die er zum Verkauf anbieten würde. Nebenbei erfuhr er noch einiges über Haashim. Natürlich hinter vorgehaltener Hand. Von seiner Leidenschaft für Pferdezucht, bis hin zu sehr speziellen Vorlieben, über die aber keiner genaueres wusste.

In dieser Nacht schlief Abbas sehr gut und träumte von seinem zukünftigen Reichtum. Als er erwachte, beschlich ihn jedoch eine böse Vorahnung. Was wenn die beiden Wachen über die Engländerin hergefallen waren? Was wenn ein ganzer Beduinenstamm.. schließlich hatte er gestern Abend überall herumposaunt, welch außergewöhnlicher Schatz in der Zelle auf einen Käufer wartete. Den Beduinen konnte man nicht trauen, dass hatte ihm sein Vater schon immer eingeschärft. Sie nahmen sich einfach was ihnen gefiel ohne großartig zu fragen. Abbas eilte er zur Zelle und fand die Engländerin zu seiner Erleichterung unversehrt vor. Offenbar hatte sie nicht ganz so gut geschlafen wie er. Er reichte ihr einen Becher Wasser und einige Datteln. Dann holte er sie aus der Zelle und führte sie zu einem Fass mit Wasser. Während sie sich wusch, klärte er sie über die Wichtigkeit des heutigen Tages auf.

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Abbas war immer wieder erstaunt über die grenzenlose Naivität der Engländerin. Er mochte sie irgendwie, aber er würde sie verkaufen – heute, und wenn möglich an Haashim, der im Gold schwamm. Sie hatte keine Ahnung was sie erwarten würde, und Abbas ließ sie im Dunkeln über den weiteren Verlauf des Tages, nicht aber über ihr Schicksal. Schließlich sollte sie sich Haashim als möglichst interessantes Kaufobjekt präsentieren und nicht als bockige Kamelstute. Wenn Haashim sie nicht kaufen würde, dann blieben nur die Beduinenstämme. Sie würden nicht ganz so viel bezahlen, aber immerhin dafür sorgen, dass Abbas die nächste Zeit ein sorgloses Leben würde führen können. Natürlich klärte Abbas die Engländerin in drastischen Worten über ihr Schicksal auf, dass sie bei den Beduinen erwarten würde falls Haashim kein Interesse an ihr hatte.

Von draußen hörte er den Ruf der Wachen. Haashim war unterwegs und würde gleich eintreffen. Nun galt es keine Zeit mehr zu verlieren. Abbas schob Ada in den Verkaufsraum. Normalerweise standen die Händler hier oben und priesen ihre Waren an. Gelegentlich verkaufte man auch Sklaven und Gefangene, weshalb es auch zwei Pfosten mit Seilen und Ketten auf der erhöhten Plattform gab. Erst als Ada die beiden hölzernen Pfosten sah, begriff sie was ihr nun blühen wurde. Abbas schob sie dazwischen und fesselte sie mit weit gespreizten Armen und Beinen. Sie trug noch immer ihr Unterkleid, dass allerdings nach einem notdürftigen Waschgang, mehr von ihr preisgab als verbarg. Noch einmal schärfte er ihr die Verhaltensregeln ein: sprich nur wenn du gefragt wirst und halte den Blick gesenkt. Pries Haashim in den schillerndsten Farben an und sie fügte sich, auch weil sie vielleicht hoffte, durch Haashim die Freiheit zu erlangen. Wie naiv diese Engländer doch waren.

Dann war er da, Haashim der Prächtige. Haashim der Reiche und Mächtige, Haashim der Verschlossene. Er ließ seine Wachen und Begleiter im Hof zurück und betrat den kühlen Verkaufsraum. Abbas eilte zu ihm, verbeugte sich und begrüßte ihn auf die traditionelle Art der Beduinen. Abbas bat er ihn nach oben, achtete peinlich genau darauf dem Fürsten niemals den Rücken zuzuwenden und ihm nicht in die Augen zu sehen. Haashim folgte ihm und erst jetzt schien er die Engländerin zu bemerken. Er musterte sie eingehend und beinahe ein wenig gelangweilt.

“Das ist sie also Abbas?“ wollte Haashim wissen und seine Augen wanderten über den notdürftig verhüllten Körper der Engländerin.

“Ja Fürst Haashim, die Engländerin. Habe ich zu viel versprochen?” fragte Abbas vorsichtig nach.

Langsam näherte sich Haashim der zur Schau gestellten Frau, betrachtete sie eingehend von allen Seiten. Dann ein leichtes Nicken in Richtung Abbas.

“Fang an Abbas, ich will sehen was ich für mein Gold bekomme”.

Abbas rieb sich die Hände, Haashim hatte angebissen, nun galt es nur noch ihn zu überzeugen. Er trat vor Ada und begann den dünnen Stoff des Unterkleides aufzureißen. Die Engländerin riss die Augen auf und wand sich in den Fesseln. Erst jetzt begriff sie, wie dieser Verkauf ablaufen würde. Man würde sie begutachten wie ein Stück Vieh, vielleicht sogar anfassen und sie fing an zu schreien und nach Abbas zu schnappen. Der brachte sich außer Reichweite und lachte nur laut. Bis zum Nabel hinunter hatte er den Stoff aufgerissen und sie entblößt. Ihr Unterkleid einfach zerrissen, das für Ada immer den letzten Schutz darstellte, vielleicht sogar das letzte Stück Zivilisation. Hier stand sie nun, gefesselt und wehrlos, vor Barbaren die sie nur aus Büchern und Erzählungen kannte.

Fassungslos sah sie mit an, wie Abbas den Stoff auseinanderzog und ihre Brüste freilegte. Haashim kam näher, sah sie mit glühenden Augen an, dann wanderte sein Blick nach unten.

“Milchweiße Haut, du hast die Wahrheit gesagt Abbas”

Abbas nickte nur und hob eine ihrer Brüste an, präsentierte sie dem Sheikh so.

“Abbas ist ein ehrlicher Mann. Sieh sie dir an, diese Haut wie Porzellan aus China, ihre rosigen und spitzen Nippel. Man möche daran saugen und sie mit der Zunge umspielen, nicht wahr?” pries er seine Ware an.

Zu Adas Entsetzen begann Abbas ihren Nippel zwischen den Fingern zu reiben, bis er sich hart und spitz aufrichtete. Die Fingerkuppen des Sklavenhändlers schlossen sich um die empfindliche Knospe, hielten sie unerbittlich gefangen und zogen daran. Keuchend hing Ada in den Seilen, hin und hergerissen zwischen Scham und Entsetzen, und.. noch etwas anderem. Einem Brennen in ihrem Bauch, einem ungewohnten Ziehen, das sich wie ein Feuer von der Mitte ihres Körpers bis zwischen ihre Beine ausbreitete.

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Haashim stand nun direkt vor ihr, streckte er seine Hand aus und griff nach ihrer anderen Brust. Fasziniert strich er darüber, legte prüfend seine Hand um sie, hob sie an, und schließlich schlossen sich seine Finger auch dort um den Nippel. Wieder reagierte Ada sofort. Erst mit einem empörten Keuchen, dann mit einem unterdrückten Stöhnen. Unter seinen Fingern zog sich ihr Nippel zusammen, wurde hart und Haashim fing an fester zuzudrücken, ihn zwischen den Fingerspitzen zu rollen und dabei jede ihrer Reaktionen genau zu beobachten. Als er genug gesehen hatte, ließ er von ihr ab, trat einen Schritt zurück und betrachtete sie.

Es war ein faszinierendes Bild das sich ihm bot. Eine Engländerin, eine Ausländerin, eine Exotin. Mit dunklen Haaren zwar, aber dafür mit einer beinahe durchsichtigen und makellosen weißen Haut. Beide Nippel stand hart und rosig ab, ein schöner Kontrast zu ihrer Haut. Sie wand sich zwischen den Seilen, aber Haashim konnte bereits deutlich erkennen, dass sich ihre Angst mit einer aufkommenden Erregung mischte. Etwas, dass sie offenbar selbst nicht einordnen konnte. Sein Blick wanderte weiter nach unten, dort wo der Rest ihres Körpers noch von den letzten Resten des Stoffs verhüllt war. Dennoch konnte man ihre Schenkel erahnen und das dunkle Dreieck zwischen ihren Beinen. Ein Nicken in Richtung Abbas und die Hand des Sklavenhändlers ließ von Adas Brust ab und wanderte stattdessen nach unten.

Mit seinen kräftigen Händen zerriss Abbas den Rest des Unterkleides. Sie hin nun vollkommen entblößt vor Haashim, dem potentiellen und mittlerweile sehr interessierten Käufer. Abbas machte sich daran die restlichen Fetzen des Kleides zu entfernen und warf sie achtlos in die Ecke. Schweigend stand er dann neben ihr, das Bild sprach für sich selbst und Haashim sollte sich in aller Ruhe an ihr ergötzen.

Der Beduinenfürst kam wieder näher, es gab nun nichts mehr, was Ada vor seinen Blicken schützen konnte.

“Ist sie noch Jungfrau?”

fragte er Abbas und brach das Schweigen im Verkaufsraum.

Abbas schüttelte bedauernd den Kopf, beeilte sich aber zu erklären.

“Nein Herr, man gab sie einem Engländer zur Frau und sie ist keine Jungfrau mehr. Aber ich versichere dir, dass sie niemand außer ihrem Mann angefasst hat. Die Piraten nicht und ich auch nicht.”

Abbas wusste genau, dass dies den Wert der Sklavin erheblich gemindert hätte. Vor allem wenn man vor hatte sie an einen Mann wie Haashim zu verkaufen. Mit einem Ehemann konnte er vielleicht leben, aber nicht mit einer ganzen Schiffsbesatzung Piraten und allzu gierigen Sklavenhändlern. Er wollte eine Gespielin kaufen und keine Hafenhure.

“Ist das so” wollte Haashim mit einem leichten Grinsen wissen “oder erzählst du mir das nur, um mich in Sicherheit zu wiegen?”

Der Sklavenhändler schüttelte den Kopf.

“Abbas ist ein ehrlicher Mann, ich bitte dich Fürst. Überzeuge dich selbst von meinen Worten, und wenn Dich Abbas und seine Sklavin nicht überzeugen können, dann schenke ich sie dir für deine Männer.”

Haashim lachte und kam näher. Seine Hand wanderte zwischen Adas Beine, die wieder empört auf keuchte. Routiniert ließ er einen Finger um ihr Loch kreisen, fing an Druck auszuüben und langsam zu erhöhen.

“Sie ist in der Tat eng Abbas, sehr eng sogar. Und trocken” stellte Haashim mit einigem Missfallen in der Stimme fest.

“Ja mein Fürst” beeilte sich Abbas wieder zu erklären “wie ich bereits sagte, sie ist kaum zugeritten und es wird einige Aufmerksamkeit brauchen, um sie weich und geschmeidig zu machen. Aber die Mühe ist es wert. Sieh sie dir doch an, sie reagiert auf dich mein Fürst.“

Haashim nickte, ließ seinen Finger weiter konzentriert kreisen und drang schließlich in sie ein. Langsam, sehr langsam, schob er seinen Fingern in sie hinein. Den spitzen Protestschrei von Ada ignorierte er einfach, achtete aber darauf nicht in die Reichweite ihrer Zähne zu kommen. Er stieß einige Male in sie hinein, überzeugte sich davon, wie eng sie tatsächlich war und zog sich dann wieder aus ihr zurück. Allerdings entging es ihm nicht, dass seine “Untersuchung” nicht ganz spurlos an ihr vorbeigegangen war. Ihre Nippel standen wieder hart ab und als er den Finger aus ihr herauszog, konnte er bereits Feuchtigkeit spüren, die das Herausgleiten bereits einfacher machte als das Eindringen. Die Engländerin hing weiterhin hilflos in den Seilen, aber sie keuchte nun hörbar lauter und ihr Widerstand erlosch langsam aber sicher.

“Du hast die Wahrheit gesagt” stellte Haashim erneut fest, und Abbas seufzte erleichtert. Die schwierigste Hürde war genommen und Haashim zappelte an seiner Angel. Nun galt es nur noch sich über den Preis einig zu werden. Abbas wusste, dass er nun gerissen vorgehen musste. Selbst einem Mann wie Haashim leierte man nicht einfach eine Menge Gold aus den Rippen. Abbas musste sich in Geduld üben, er musste warten bis Haashim sie unbedingt wollte

Abbas drängte den Knauf seiner Peitsche zwischen ihre Lippen, zwang sie den Mund zu öffnen und gewährte Haashim einen Blick auf gesunde Zähne. Es war mehr als entwürdigend für Ada. Sie wurde begutachtet wie ein Pferd, wie eine Stute auf dem Markt.

Der Fürst ging zufrieden mit dem Ergebnis seiner Untersuchungen um sie herum. Betrachtete sie erneut von allen Seiten und blieb dann hinter ihr Stehen.

“Was ist mit ihrem Hintern, ist der ebenfalls jungfräulich” wollte er von Abbas wissen während er ihre Rückseite ausführlich bewunderte.

Der Sklavenhändler räusperte sich verlegen. So genau war ihm das nicht bekannt und er hatte die Piraten nicht danach gefragt. Verzweifelt überlegte er sich eine Antwort. Er konnte das Gold schon riechen und ausgerechnet danach musste der Fürst ihn fragen? Ein empörtes Schnauben war von Ada zu hören.

“Natürlich” antwortete Abbas und versuchte dabei so überzeugend wie möglich zu klingen. “Die Engländer tun so etwas nicht, Fürst.. “

Zufrieden mit dieser Antwort fing Haashim an ihre Hinterbacken zu berühren. Prüfend strich er darüber und ließ seine Hand wieder zwischen ihre Schenkel wandern, wo er seine Finger über ihre Schamlippen wandern ließ. Außen wie innen. Er begann sie zu teilen, seine Finger zu spreizen bevor er sich ihrer Clit zuwendete. Mit geübten Fingern umkreiste er sie, umfasste sie und fing an sie zu massieren. Ihre Reaktion erfolgte schnell und beinahe überraschend. Ein lautes Keuchen, ein unterdrücktes Stöhnen und einen Moment später spürte Haashim wie sie feucht wurde, immer stärker auf ihn reagierte. Sie würde kommen, jedem Moment.. doch Haashim zog sich aus ihr zurück und wandte sich wieder Abbas zu.

“Was soll sie kosten, wieviel willst du für sie?”

Das war die Frage, auf die Abbas den ganzen Morgen schon wartete. Eigentlich sein ganzes Leben schon. Die Engländerin würde ihn zu einem reichen Mann machen. Ein Haus würde er sich kaufen, einige Sklaven dazu und vielleicht eine Frau nehmen. Abbas träumte mit offenen Augen vor sich hin.

“Nenn mir einen Preis Abbas”

Die drängende Stimme des Beduinenfürstes riss ihn aus seinem Tagtraum und Abbas räusperte sich. Von seiner Antwort würde nun alles Weitere abhängen, wie viel konnte er für sie verlangen? Er konnte sehen, dass Haashim sie unbedingt wie sollte. Sie hatte ihn neugierig gemacht, und die verdammte Engländerin tat Abbas noch den Gefallen und reagierte auf die groben Finger in ihr..

Abbas nahm all seinen Mut zusammen. Das Glück ist mit den Tapferen, so hieß es ja nicht umsonst.

“250 Golddinare, mein Fürst” erklärte er Haashim “sie ist das Gold wert, du hast es selbst gesehen. Und kein anderer Fürst kann so eine Sklavin vorweisen. Sie werden dich beneiden” appellierte er an die Eitelkeit des Sheikhs.

Haashim lachte nur laut auf.

“250 Golddinar sagst du? Was hast du im Hafen für sie bezahlt Abbas?”

Abbas druckste ein wenig herum, entschied sich aber dann für die Wahrheit. Er konnte sehen wie Haashims Blicke weiterhin über den Körper der nackten Engländerin wanderten. Er wollte sie, er wollte sie unbedingt und deshalb würde Abbas nicht weichen.

“nur 10 Golddinar mein Fürst, aber bedenke die weite Reise hier her. Ich musste Wachen zu meinem Schutz anheuern, die Karawane war nicht billig, und ich musste die Engländerin versorgen”

Der Fürst hörte dem Sklavenhändler zu, dann setzte er seine Wanderung um die Engländerin fort. Betrachtete sie erneut von allen Seiten, strich immer wieder prüfend über ihren Körper.

“Gut, ich mache Dir einen Vorschlag Abbas. 250 Golddinare werden dich zu einem reichen Mann machen, nicht wahr? Ich möchte sehen was ich für mein Geld bekomme, ob sie es wert ist. Verstehst du? Es ist auch für mich viel Geld. Dafür könnte ich 2 gute Stuten oder einen Hengst bekommen. Wenn Du einverstanden bist, dann lass nach Yusuf schicken. Er ist einer meiner Sklaven und wird sie für mich prüfen. Wenn ich zufrieden bin, dann erhältst du von mir die 250 Gold die du forderst, und 25 obendrauf, für deine Mühen und Auslagen

Die 25 Goldstücke gebe ich Dir auch wenn ich sie nicht kaufe. Aber dafür möchte ich sehen, wie Yusuf sie besteigt”

Abbas hörte sich den Vorschlag des Fürsten an. 25 Gold für die Engländerin waren besser als nichts, und die 250 Dinare zum Greifen nah. Also nickte er und stimmte zu. Auch Ada hörte den Vorschlag und riss entsetzt die Augen auf. Sie fing an zu protestieren, riss an den Seilen. Abbas versetzte er mit dem Handrücken einen Schlag ins Gesicht und stopfte der vor Angst nun vollkommen paralysierten Ada ein Stück Stoff in den Mund.

“Du wirst dich fügen” zischte er leise “Haashim ist ein guter Mann, vielleicht lässt er dich eines Tages frei Sorg dafür das er dich kauft, mach Abbas zu einem glücklichen Mann und ich verspreche dir, dass du es gut haben wirst und dir kein Haar gekrümmt wird.”

Er pflanzte Ada einen Hoffnungsschimmer ein, der sie hoffentlich gefügig machen würde.

Zufrieden wandte sich der Fürst zum Gehen und warf einen letzten auf die nackte Engländerin. Seine Augen glänzten vor Gier und Verlangen.

“Bring sie nach draußen, in den Hof der Karawanserei. Lass sie dort auf den Bock binden und schick nach Yusuf” forderte er Abbas auf und rieb sich die Hände voller Vorfreude auf das Schauspiel.

Seduction Junction

Fundstück aus dem Internet. Facebook und Twitter gab’s damals noch nicht. Kein Mensch wusste was ein Selfie ist. Oder Social Media. Brauchte man auch nicht. Das WWW? Neu und ein bisschen unheimlich, vor allem schmuddelig. Sex? Fand damals noch vor der Tür statt, oder hinter verschlossenen. Je nach dem.  Falls jemand den Rest des Videos findet, immer her damit.

 


Das war 1997 und weil ich gerade überlegen musste, was 1997 so abging. Es war kein schlechtes Jahr. Heute mal nostalgisch und sowas von OOC.

L.A. Confidential ist bis heute einer meiner Lieblingsfilme. Alien, welcher Teil war das nochmal? „Bittersweet Symphony“: zeitlos! Titanic: zwangsläufig gesehen. Damals ging man noch regelmäßig ins Kino.

Ally McBeal, meine Schwester war verrückt danach. MIB, zumindest der erste Teil Kult. Meine Mutter weinte als Lady Di starb. No Doubt und Gwen Stefani! Ich fand sie scharf, obwohl blond.

Daft Punk yeah! MTV musste man haben wenn man mitreden wollte. Bis es plötzlich nur noch über Pay TV gesendet wurde. Fuck..!

Ist das Destinys Child bei 3:29? Usher, erinnert mich an heiße Sommernächte in Heidelberg. Face/Off, auch heute noch gut.

Don’t cry for me Argentina: kann man 2014 auch wieder singen, gleich in mehrfacher Hinsicht. Amistad, eindrucksvoll, bewegend. Blackstreet/No Diggity: sexy.

Pierce Brosnan als James Bond, cool, aber nicht cool genug für die 2000er.

Ethan Hawke und Jude Law in GATTACA. Sheryl Crow/If it makes you happy. Was ist aus ihr geworden?

Jamiroquai!! Bis heute cool! Den Hype um die Spice Girls habe ich irgendwie verpasst. Den um die Backstreet Boys ignoriert. Das Fünfte Element von Luc Besson nicht!

Austin Powers, yeah Baby.

Man beachte wer damals in Starship Troopers den Scientist gab: „Think of me like Yoda, but instead of being little and green I wear suits and I’m awesome. I’m your bro—I’m Broda!”

 

Und wo wart ihr 1997?